4/29/2013

PIPA

Diese Geschichte ist möglicherweise überhaupt nichts Besonderes  für euch Leser, möglicherweise ist es (unglücklicherweise) einfach wieder so eine Geschichte über einen ausgesetzten Hund in Spanien. Aber für mich und meinen Verlobten ist es nicht nur irgend eine Geschichte, es ist die Geschichte von unserer Pipa (so haben wir sie genannt)
Vor ein paar Tagen waren wir auf einer Nebenstrasse unterwegs, als das Auto vor uns plötzlich bremste, und als wir sagen warum es bremste, konnten wir nicht anders als anhalten, es war ein kleiner Hund, ein Mastin-Welpe, und mein Freund hielt an und stieg aus um ihn aufzuheben, er hat sich nicht gewehrt aber war sehr verängstigt. Kaum im Auto ist das Kleine vor Erschöpfung gleich eingeschlafen. Zu Hause angekommen, wollte es nur fressen und schlafen, wer weiss wie lange es schon auf der Strasse umhergerannt war. Es ist ein Weibchen, ein sehr süsses, und obwohl wir sie erst seit ein paar Tagen kennen, wedelt sie schon mit dem Schwanz wenn sie uns sieht.
Die Frage ist jetzt allerdings: Was tun wir mit ihr ? Wir haben sie nach Hause genommen aber wir wussten, dass wir sie nicht behalten konnten, wir leben in Deutschland und bei uns in der Wohnung sind Haustiere nicht erlaubt. Ich wollte sie nicht in ein Tierheim bringen, weil ich Angst hatte, dass sie dort eingeschläfert wird, ausserdem glauben wir sie könnte taub sein, sie reagiert nur schlecht auf unsere Ermutigungen. Wir wollten sie auch nicht einfach irgendjemandem geben, weil wir nicht wollen dass sie geht, aber wir wollen das sie sicher und glücklich ist. Zu guter Letzt habe ich micht mit Scooby in Verbindung gesetzt und sie sind gekommen um sie abzuholen. Es tut weh sie gehen zu sehen, aber wir wissen, dass es ihr bei  Scooby gut gehen wird.
Dies ist die Geschichte von PIPA, eine von Vielen, aber etwas Besonderes, für diejenigen, die sie kennen! Und wir hoffen dass sie eine Familie finden wird, die ihr all die Liebe geben kann die sie verdient.
Pipa ist ca. 5 Monate alt.



4/25/2013

Ständige Verbesserung



In Scooby befinden wir uns in einem Prozess ständiger Verbesserung, vor allem für unsere Tiere. Wenn wir ein Problem erkennen, versuchen wir, dieses im Rahmen unserer Möglichkeiten zu lösen. Deshalb haben wir, nachdem wir die Zwinger 7-1, 7-2 und 7-3, die fantastisch geworden sind und die Kapazität des Tierheims um fast 200% steigern, beendet haben, nun begonnen, einen Zugang zu den Freiläufen 3-a,3-B,3-C,3-D  und 4-A,4-B,4-C und 4-D zu bauen. Bisher musste man durch andere Freilaufgehege mit Hunden, was ein Problem darstellte und vor allem einen enormen Stressfaktor für die Tiere bedeutete, die dadurch verängstigt zu den Ausläufen kamen. Dieser Zugang führt auch zu einer freieren Sicht auf die Hunde, so dass potentielle neue Besitzer herangeführt werden können, um ihnen die Tiere zu zeigen. Das sind also alles Vorteile.

 

4/24/2013

Umwelterziehung bei Scooby

Erziehung in jedweder Hinsicht ist sehr wichtig und bei Scooby haben wir ein sehr großes Erziehungspotential, das in einem ersten Schritt auf der Existenz unserer Hunde und Katzen, viele davon Galgos, basiert. Wir werden einen Erziehungsprozess für das Mitgefühl für Tiere und Techniken zur Vorbeugung von Tierquälerei und ungewollter Würfe planen. Wir hoffen, dass sich unsere Besucher, wenn sie sehen, dass unsere Tiere sterilisiert sind und dies nur Vorteile mit sich bringt, entscheiden, ihre Tiere ebenfalls sterilisieren zu lassen. Vorbeugung gegen das Aussetzen von Tieren, Erziehung und Vorteile der Adoption im Vergleich zum Kauf sind ebenfalls Themen.
Zudem haben wir das enorme Potential der Nutztiere. Durch sie und ihre konkreten Geschichten, können wir erklären, wie das Leben eines Tieres auf dem Bauernhof aussieht und welche Qualen dieses beinhaltet. Damit die Kinder mit den Tieren in Interaktion treten, schhlagen wir vor, dass sie die Tiere streicheln dürfen, kämmen und füttern können.

Damit nicht genug, bauen wir auch einen Zoo aus Silhuetten, die aus Fotos von Tieren unseres eigenen Ökosystems bestehen.  Zunächst werden wir die Steppe, den mediteranen Wald, den Wald am Fluss und Feuchtgebiete mit den dazugehörigen Tieren nachbauen. Die Aktivitäten richten sich an Schüler verschiedener Altersgruppen. Wir werden ein Feldbuch mit verschiedenen Aktivitäten führen. Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir im Bereich des Tierschutzes mit Konzepten, die in diesem Land nicht sehr bekannt sind, Geschichte schreiben können. Wir halten euch auf dem Laufenden darüber, wie alles läuft. Küsse, zärtliche Bisse und verschmustes Miauen. Fermín.


4/22/2013

Mein Lauf für Scooby




"Zwei Minuten, bis wir anfangen!", sagte eine Stimme über den Lautsprecher und die Trommelwirbel begannen. Ich war schon nervös, aber das brachte das Adrenalin zum Kochen! Eine Welle ging durch alle Menschen, von der Startlinie bis zum Ende der Straße und zurück. Mein Bruder und ich waren irgendwo in der Mitte der Menge. Ich war bereit, loszurennen, mit meinem Scooby-Shirt, alten Hosen und (wie ein Freund später sagte) "Retro“-Schuhen, die ich noch von der Zeit in der Turnhalle an der High School hatte.  "Also, mit welcher Zeitplanung sollen wir laufen?", fragte mein Bruder. "Haha! Ich will nur diese 5 Kilometer schaffen, ohne zu sterben! " Ich trainierte aus dem Nichts heraus für diesen Lauf nur zwei Wochen und das war wirklich hart, so dass ich es nur bis ins Ziel schaffen wollte. Für mich und vor allem für Scooby! Viele Menschen sponserten mich pro Kilometer, so dass ich bis zum Ende laufen wollte! "Okay" antwortete mein Bruder, ohne auf mich zu hören "wir sollten 6 Minuten pro Kilometer anzielen".
Und dann BANG! Der Lauf startete! Die ersten Leute begannen zu laufen und die Menge kam in Bewegung. Nach etwa einer Minute überquerte ich die Startlinie und mein Bruder / Trainer hatte bereits damit begonnen, mich zu coachen: "Komm schon!", "Du schaffst das!“. Bei den ersten 2 Kilometern gab es eine Menge von Leuten mit unterschiedlichem Tempo, so dass es ein bisschen schwierig war, in einem angenehmen Tempo zu laufen, und ich versuchte, mich auf meine Atmung zu konzentrieren und nicht Kinder oder einen alten Mann umzurennen. Als wir auf halbem Weg waren, sagte mein Trainer mir, ich solle ein wenig schneller laufen, aber ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde bis zum Ende, wenn ich es tat. Aber bei Kilometer 3,5 dachte ich, warum nicht? Also habe ich ein wenig beschleunigt. Nach Kilometer 4 noch ein bisschen schneller und nach Kilometer 4,3 sogar noch mehr. Und sobald ich die Ziellinie (in ca. 300 Meter Entfernung) sah, begann ich zu fliegen! Ich rannte so schnell ich konnte und lief ins Ziel! Und ich tat es in...... Minuten! Nicht schlecht für eine erste Zeit. Und ich bin nicht gestorben dabei! Ich dachte, ich würde, nach dem Zieleinlauf natürlich, aber hey, ich hab´s geschafft!


Das heißt:
Fast 250, - Euro für Scooby! Wie toll ist das denn! So kann ich nun Amelia ein weiteres Jahr virtuell adoptieren! Ich danke Euch allen sehr für mein Sponsoring!
Einen dicken Kuss von Amelia und mir.
Claire

4/18/2013

Nun gut...



es ist schon eine Weile her, dass ich euch eine Geschichte erzählt habe, aber die Wahrheit ist, dass ich - neben der Tatsache, dass ich die Osterwoche frei genommen hatte - jede Menge anderer Dinge zu tun hatte. Ich mache weiter und weiter und sollte mich besser mal fokussieren. Ich wollte euch nur mitteilen, dass wir 200 Hühner aus einem Hühnerstall gerettet haben. Die typische Sorte Hühner, die unter schrecklichen Bedingungen gehalten werden, nur um Eier zu legen. Die Art Hühner, die ihr ganzes Leben in einem Käfig leben und dann, wenn sie nicht mehr rentabel sind, ins Schlachthaus kommen, was für sie die einzige und letzte Möglichkeit ist, einmal das Sonnenlicht zu sehen.
Um euch die Wahrheit zu sagen: Dies ist eine Rettungsaktion gewesen, auf die ich besonders stolz bin. Früher habe ich nie verstanden, warum es so wichtig ist, Hühner zu retten. Es scheint mir ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein. Wir haben 200 gerettet, aber an diesem Ort wurden eine Million geopfert! Ich bin zu einem Hühner-Fan geworden, weil nun, obwohl es nur 200 Hühner sind, zumindest diese 200 Tiere frei herumlaufen können, die Sonne und den Boden genießen und die Gesellschaft der anderen Hühner und sogar die eines Hahnes, der natürlich der Glücklichste unter allen ist.
Es war für mich sehr bewegend, Teil des Teams zu sein, das - trotz der Selbstsucht zu der wir Menschen fähig sind - diese Tiere in ein natürlicheres Leben entlassen hat. Teil zu haben an ihrer Wiederentdeckung der Freude. Sie kamen mit uns in ihren kleinen Käfigen und verhielten sich wie “Eier-Macher”, nicht wie Tiere. Wir brachten sie hierher und öffneten ihre Käfige, aber sie wollten nicht raus, sie konnten noch nicht mal laufen. Ich öffnete ihre Käfigtüren und dachte, sie würden loslaufen auf der Suche nach Freiheit, aber weit gefehlt.
Sie hatten ihr ganzes Leben in einem Käfig verbracht und konnten nicht laufen. Wir ließen sie raus (viele von ihnen hatten keine Federn mehr), und wo immer wir sie hinsetzten, blieben sie beieinander und waren still und ängstlich.
In den letzten Tagen hat es wie aus Kübeln gegossen in Medina, aber sie haben keinen Schutz vor dem Regen gesucht in den Unterständen, die wir für sie aufgestellt hatten.
Stattdessen brachten Simonetta und ich sie einzeln in das Hühnerhaus, ganz durchnässt. Dort blieben sie mehrere Tage  und fingen langsam an, zu lernen. Zu Anfang wussten sie nicht, wie man auf eine Stange kommt, um sich auszuruhen. Sie pressten sich eng aneinander, um Schutz und Wärme zu haben. So viel Wärme, dass wir 20 Tiere verloren haben durch Erdrücken und Ersticken. Sie hatten sogar das Brüten ihrer Eier verlernt und all ihre tierischen Instinkte. Darüber hinaus hat sich ein Huhn, das ein verrenktes Beinchen hatte und deswegen für eine Woche in das Hühnerhaus kam, überhaupt nicht bewegt.



Zum Glück ist “Mutter Natur” weise und hat sich dieser Sache angenommen: Viele der Hühner leben jetzt schon seit einigen Wochen bei uns und benehmen sich wieder ganz natürlich. Wenn sie mich reinkommen sehen, laufen sie mit gespreizten Flügelchen hinter mir her, weil sie wissen, dass ich ihnen Futter bringe. Sie scharren am Boden, legen sich hin, heben ihre Flügel an, um Wärme zu bekommen, nehmen Bäder im Sand, klettern auf die Stangen, legen Eier in ihre Nester, singen, essen Gras und werden vom Hahn bestiegen, wobei sie nicht wissen, was das soll und für was das gut ist. Kein Huhn ist mehr gestorben. Und wenn ich hereinkomme, begrüßen sie mich und - es mag komisch klingen - aber ich sehe ein Lächeln auf ihren Schnäbelchen und ein Leuchten in ihren Augen. Es ist vielleicht verrückt, aber ich glaube, dass sie nun glückliche Hühner sind, die es mir jedes Mal zeigen, wenn ich sie sehe. 



Man kann sagen, dass wir jetzt Hühner adoptiert haben. Ich bin stolz, sie glücklich zu machen und ihnen ein wenig von dem zurückzugeben, was sie für uns getan haben und tun. Ich bin ein Hühner Fan! Ich bekomme so viele Bisse, Umarmungen, Schnurrer, Ablecker und jetzt auch noch glückliches Gackern!
Fermin
P.S. Das hinkende Huhn übrigens lebt noch - es sieht lustig aus, wenn es auf einem Beinchen von einer Stelle zur anderen hüpft. Der aktuelle Stand ist, dass es wieder Federn bekommt, die sehr witzig aussehen.



4/16/2013

Und wieder mal...das gleiche traurige Lied



Immer und immer wieder, aber darum nicht weniger ärgerlich, finden wir Welpen, die von irgendwelchen A....ausgesetzt wurden. Viele von ihnen werden von Autos angefahren und landen zur OP bei uns. Für uns ist eine sich wiederholende Geschichte, für Valentin ist es die Geschichte seines kurzen Lebens.
Valentin ist ein kleiner Welpe, den die Guardia Civil vor ein paar Wochen zu uns gebracht hat. Sie sagten, sie hätten ihn mitten im Nirgendwo gefunden. Obwohl ich mir sicher bin, dass dieser Ort nicht in unsere Zuständigkeit fällt, wie können wir einem solchen kleinen Wesen unsere Hilfe verwehren? Der arme Kerl brauchte uns und jetzt brauchen wir euch.



Ihr wisst wahrscheinlich schon, dass Scooby nicht auf Geld wartet, bevor wir entscheiden zu helfen, sondern das Gegenteil tun. Auch wenn ihr denkt, das sei schlechtes Management, unsere Priorität ist immer, dem Tier in Not zu helfen. Darum bitte ich euch, uns mit jedem noch so kleinen Betrag zu unterstützen. Durch diese wichtigen Spenden können wir alle zusammen Valentin zu einem glücklichen Hund machen und ihm zu einem Zuhause verhelfen.

Liebe Grüße und Küsschen,
Fermin